TRAVEL GUIDE: Marrakech

Yeeey, und da sind wir schon wieder. Es freut mich euch mitteilen zu dürfen, dass ich heute einen ganz besonderenen Gastbeitrag von einem ganz besonderen Menschen hier auf dem Blog veröffentlichen kann – die liebe Patricia aka. die zweite Hälfte von Materialistic Suicide hat euch ihre Erfahrungen und Tipps zur letzten Reise nach Marrakech zusammen gekritzelt. LOS GEHT’S:

Wie war Marrakesch? Ist das nicht gefährlich? Hattet ihr keine Probleme?

Nicht nur vor der Reise, sondern vorallem nach der Reise wurde ich regelrecht mit Fragen gelöchert. Nachdem ich nun dieses Abenteuer gewagt hatte, möchte ich euch mein Fazit nicht länger vorenthalten. Zu allererst: Marrakesch ist absolut eine Reise wert. Wir wurden sofort in den magischen und orientalischen Bann der Stadt gezogen. Die Stadt ist atemberaubend, lebhaft und intensiv – aber keinesfalls gefährlich! Man sollte sich trotzdem an die Kultur und vorallem die Religion anpassen (auch Kleidungstechnisch!) Dann kann gar nichts schief gehen.

Marokko ist so nah an Europa, innerhalb 3 Stunden taucht man in eine komplett andere Welt ein. Ich konnte es gar nicht fassen, dass dieses Land eben so nah und doch so unterschiedlich ist, fernab von jeglicher europäischen Kultur und Realität.

Vorallem Marrakesch ist eine wahnsinnig fotogene Stadt, man möchte die ganze Zeit die Kamera zücken und jeden Moment festhalten.

Unterkunft: Riad L’Oriental Medina & Spa

In Marrakesch kann man sehr sehr günstig und schön leben. Wer in die orientalische Welt eintauchen möchte, sollte unbedingt ein Riad* buchen. Wir haben nach langer Recherche und Preisvergleiche uns für das Riad L’Oriental Medina** & Spa entschieden. Von außen ist nicht sichtbar, was sich im Inneren verbirgt. Man lebt mitten im Trubel und doch so ruhig und entspannt, eine tolle Erfahrung.

Unser Riad war ein Traum, es war total süß gestaltet und die Mitarbeiter waren sehr entgegenkommend, haben uns super Tipps gegeben für die Stadt. Im Innenhof hatten wir einen kleinen Pool, den wir aufgrund der Temperaturen leider nicht nutzen konnten (morgens noch relativ kühl, mittags war es sehr heiß).

Jeden Morgen haben wir auf unserer Dachterrasse ein frühstück serviert bekommen. Es war typisch marokkanisch sagte man uns. Verschiedene süße Teilchen, frisch gepresster Orangensaft, Marmelade, Kaffee und frischer Minz Tee – ein Traum.

*Riad =  traditionell marokkanisches Haus mit Innenhof

**Medina = Altstadt

Die Souks in der Medina:

In den verwinkelten Gassen von Marrakech kann man alles finden was das Herz begehrt – unda damit meine ich: wirklich alles! Angefangen von Gewürzen, Kleidung, Lampen, Öle, Lebensmittel; bis hin zu Schildkröten, Kamele oder Silberware! Was hier allerdings Pflicht ist: Handeln! Grob gesagt haben wir den Preis um mehr als die Hälfte runtergehandelt. Traut euch, bleibt hartnäckig. Es macht so viel Spaß und die Händler sind erfreut, wenn man hartnäckig bleibt! Die Souks sind sehr wuselig, auch ab und an mal stressig und man verliert sehr schnell die Orientierung. Lass dich einfach treiben, schau dir die unendlich viele Stände an, es verbirgt sich hinter jeder Ecke ein neues Erlebnis!

Cafés und Restaurants in Marrakech:

Es gibt unzählige Restaurants und süße gemütliche Cafés in Marrakech. Ein Blick nach oben lohnt sich. Die meisten Cafés sind über den Dächern von Marrakesch. Hier habe ich nochmals einen ganz anderen Blick von der Stadt erhalten. Das Treiben von oben zu beobachten ist fantastisch und sehr interessant.

Mein Lieblings Café ist das ATAY Café. Hier waren wir in den 4 Tagen sogar 2x. Die Dachterrasse ist sehr gemütlich gestaltet und der Blick über Marrakesch sowie auf die Moschee ist fantastisch. Das Essen war ebenfalls sehr, sehr lecker.

Ein weiteres Café das wir besucht haben war das NOMAD, ein Geheimtipp! Hier müsst ihr unbedingt vorab reservieren. Am besten gegen Abend. Wir waren gegen 19:30 Uhr dort und haben den Sonnenuntergang sowie das Leben auf dem Markt beobachtet. Es war ein wundervoller Abschluss unseres zweiten Tages!

Weitere Adressen:

  • Le Jardin Marrakesch
  • Beats Burger (man darf sich nicht von der Umgebung abschrecken lassen)
  • Café des Éspices
  • Max und Jan (sehr modern gestaltet, Essen war überragend!)
Essen:

Ein Highlight unserer Reise war für uns eindeutig das Essen! Ich liebe die orientalische Küche. Die Marokkaner mögen es sehr süß, sei es in Gerichten oder in den Getränken. Um einen typischen marokkanischen Tee kommt man nicht herum, bereits bei der Anreise wurde uns solch einer serviert! Unbedingt probieren, wir haben die kompletten 4 Tage Tee getrunken, richtig lecker!

In jeglichen Cafés wird das typisch Marokkanische Gericht „Tajines“ serviert. Eine Tajines ist ein aus Lehm gebranntes Schmorgefäß mit Deckel, in dem die Gerichte gekocht und auch serviert werden – ein kulinarisches Erlebnis. Eine sehr leckere Kombination ist aus Kartoffeln, Hähnchen, Datteln, Gemüse und Pflaumen.

Wenn man über die Märkte schlendert entdeckt man hier und da die verschiedensten Fruchtstände. Unbedingt einen frisch gepressten Saft testen. Sie sind so unfassbar lecker und man bezahlt ganz wenig Geld! Geheimtipp: Von einer Freundin habe ich den Tipp erhalten einen Avocado Smoothie zu probieren, leider habe ich das nicht geschafft! Vielleicht beim nächsten Mal.

Sehenswürdigkeiten:

Die ganze Stadt ist eine Sehenswürdigkeit. Das Gewusel, die Souks, hinter jeder Ecke verbirgt sich das nächste Fotomotiv. Vor allem die Architektur hat mich so gepackt und begeistert – die Mosaikfliesen, die nostalgischen Fassaden, hübsche Tore und Haustüren, wundervoll! Einfach laufen, verlaufen und treiben lassen, so entdeckt man die schönsten Plätze in Marrakesch.

  • Djeema el Fna:

Der Djeema el Fna ist der Mittelpunkt der Medina (Altstadt). Hier ist das pure Leben zu sehen! Es ist Wahnsinn wie viele Menschen sich auf einem Platz tummeln können. Wir waren teilweise überfordert mit der Masse an Personen und Attraktionen. Tagsüber ist der Platz übersäht von Damen, die Henna Tattoos anbieten (Würde ich nicht empfehlen, überteuert und keine gute Qualität) Schlangenbeschwörer, Wahrsager und Saft Stände. Abends verwandelt sich der Platz zu einem riesigen Schauplatz und einem Open Air Konzert. Um den Trubel zu entkommen kann man das Treiben von einer Dachterrasse in den umliegenden Cafés beobachten.

  • Jardin Majorelle

Circa 15 Minuten von der Altstadt entfernt liegt ein magischer Ort: Der Jardin Majorelle wurde 1923 von dem französischen Maler Jacques Majorelle angelegt und in den 80’er von dem Modedesigner Yves Saint Laurent aufgekauft und als Inspirationsquelle genutzt. Hier findet ihr ein paar Ruhige, wundervolle Plätze und könnt viele tolle, farbenfrohe Bilder machen. Geheimtipp: Unbedingt morgens, am besten auf 09:00 Uhr dort sein, sonst ist der Garten von Touristen überfüllt!

  • Koutoubia Moschee

Die Koutoubia Moschee dient als Wegweiser der Stadt. Wenn du dich verirrst (was du defintiv machen wirst) kannst du dich immer an der Moschee orientieren. Die Moschee ist das Wahrzeichen der Stadt und deshalb darf kein Gebäude errichtet werden, das höher als die Koutoubia Moschee ist.

  • Saadier Gräber

Die Saadier Gräber sind sehr prachtvoll. Wir waren vor allem von den Details, den Marmorverzierungen und dem wundervollen Garten begeistert. In der Anlage stehen zwei Mausoleen. Das schönste Grab im größeren Mausoleum ist von Ahmed al Manus, der Marrakesch als seine neue Hauptstadt mit zahlreichen Prachtbauten versehen ließ. Um das Grab zu besichtigen benötigt man Geduld. Wir sind ca. 30 Minuten angestanden, aber es lohnt sich! Lasst euch nicht von der Touristenmasse abschrecken. Die Architektur im Inneren ist wundervoll und einzigartig!

Ein Besuch im Hammam:

Unseren Besuch im Hammam haben wir bereits von Deutschland aus gebucht. Wir haben uns durch verschiedenste Portale gelesen und haben uns letztendlich für das Farnatchi Spa entschieden. Als wir dort ankamen wussten wir nicht was uns erwartet.

Ein Hammam ist ein traditionelles, orientalisches Dampfbad. Das Ritual sieht vor, im Baderaum zunächst Hitze und Luftfeuchtigkeit auf sich wirken zu lassen, indem man kaum bekleidet auf einer erwärmten Marmorplatte sitzt. Daraufhin folgte die Behandlung von einer sehr netten Dame. Wir wurden mit einem rauen Handschuh am ganzen Körper mit schwarzer Seife abgeruppelt, anschließend mit Ghassoul (naturreine Tonerde) eingerieben, das etwas einziehen musste. Zum Abschluss wurden wir mit Orangenwasser übergossen und sanft massiert. Die einzelnen Schritte des reinigenden Rituals wurden durch warme Duschen und Wasserflüssen voneinander abgegrenzt. Anschließend wurde uns im Nebenraum Tee und Gebäck gereicht. Wir haben das komplett Programm gebucht und fanden den Preis war für die Leistung sehr fair! Nach einer Stunde Behandlung habe ich mich gefühlt wie neu geboren. Ein tolles Erlebnis zum sonst wuseligen Marrakesch, dass ihr unbedingt mitnehmen solltet.

 

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